Wunder des Waldes

Waldpädagogische Erlebnisführung des Rhönklub Bischofsheim mit Regina Lauffer am 4. Juli 2026 

Mit dem Bischofsheimer Rhönklub unterwegs: Für Kinder ab sechs Jahren gab es eine kleine Exkursion mit der Forstingenieurin und Waldpädagogin Regina Lauffer.

 

Von Barbara Enders

 

Was passiert da im Erdreich, tief unten bei den Wurzeln der Bäume? Und wie werden die Blätter saftig und grün? Was hat es mit den „Poren“ im Holz auf sich? Was bleibt übrig, wenn die Regenwürmer das Herbstlaub gefressen haben? Fragen, die Groß und Klein nach einem spannenden, von Experimenten begleiteten Waldgang spielend beantworten konnten.

 

Regina Lauffer, Forstingenieurin und staatlich zertifizierte Waldpädagogin, hatte für Kinder ab sechs Jahren eine spannende Wanderung durch den Wald zusammengestellt. Natürlich durften auch die Erwachsenen teilnehmen, für die es ebenfalls ein äußerst interessanter und kurzweiliger Nachmittag wurde.

 

Am Irenkreuz, direkt an der Sandberger Straße, trafen sich die Teilnehmer, die an dieser Veranstaltung des Bischofsheimer Rhönklubs teilnahmen. Lauffer las immer wieder Abschnitte aus dem imaginären Brief des Winzlings „Minimum“, der darin berichtete, wie er aus dem Erdreich an die Luft kam und hierzu gab es immer kleine Aufgaben. Zunächst wanderte die Gruppe aufmerksam und achtsam durch den Wald und man verließ den Weg.

 

Wie Bäume mit der Erde verwurzelt sind

 

Die erste Aufgabe lautete, einen Stock zu finden, der maximal so groß wie sein Träger ist. Dann gab es eine kleine Aufwärmübung in Sachen Miteinander: Im großen Kreis aufgestellt, musste jeder seinen Stock vor dem Körper abstellen, loslassen und blitzschnell den Stock des Nachbarn ergreifen.

 

Dann wurden die Stöcke so abgelegt, dass ringsherum ein Kreis entstand und noch einige Stöcke mehr dazu gelegt, eine Art Nest war entstanden. Hier erzählte Regina Lauffer wieder etwas und erteilte die nächste Aufgabe. Jetzt sollten kleine Baumscheiben von etwa zehn Zentimetern Durchmesser gefunden werden. Auf jede schrieb sie mit einem Kreidestift den Namen des Teilnehmers. Auf dem weiteren Weg durch den Wald erklärte Regina Lauffer Baumarten und die Art und Weise, wie sie im Erdreich verwurzelt sind und an Nährstoffe gelangen. Es gibt welche mit Herzwurzeln, Pfahlwurzeln und Flachwurzler und die Teilnehmer, meist die aufmerksamsten Kinder, hatten auch gute Tipps, wie widerstandsfähig ein Baum mit unterschiedlich tiefer Gründung sein kann.

Blühende Heidelbeer-Sträucher

 

Mit den beschrifteten Holzscheiben wurde dann ein Experiment durchgeführt. Auf die beschriftete Seite wurde etwas Wasser mit Spülmittel geträufelt, dann durfte man von der Rückseite auf das Holz pusten. Schnell bildete sich ein Schaumwölkchen, das auch noch die Farbe des Stiftes zeigte. Man staunte nicht schlecht, so durchlässig und transportfähig ist der Stamm eines Baumes, uns so kommt das Wasser mit den Nährstoffen von der Wurzel bis in die Baumkrone. Die galt es auch anzuschauen. Regina Lauffer forderte die Kinder auf, sich auf den Waldboden zu legen und in die Baumwipfel zu schauen.

 

Am Ende hätte es sogar noch ein bisschen länger dauern können, so interessant war diese Wanderung durch den Wald. Auf die Frage, ob sie wieder mitwandern würden, antworteten die befragten Kinder ausnahmslos mit einem begeisterten „Jaaaa“! Ganz ehrlich – auch die Erwachsenen wären sofort wieder dabei!

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